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Jahreshauptversammlung 2017

jhv2017 2 300pxGründungsfest Tettenhausen heuer das größte Fest in der Gemeinde

Ehrenmitgliedschaft für Karl Heinz Herberg – Segnung des neues „Vereinstaferls“ am Festsonntag zum 125-jährigen Gründungsjubiläum


Zur Jahreshauptversammlung bei Badwirt erschienen die Aktiven der Feuerwehr Tettenhausen pflichtgemäß in Uniform. Neben den Berichten des Vorstandes, des Kommandanten, der Jugendwartin und Kassiers standen Ehrungen auf dem Programm. Großes Thema war weiterhin das 125-jährige Gründungsfest der Tettenhausener Feuerwehr. 

 

Ludwig Patz, 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Tettenhausen, begrüßte alle Gäste und Mitglieder, die recht zahlreich erschienen waren. Bevor Ludwig Patz mit dem Bericht des Vorstandes begann, legte er mit den Mitgliedern eine kurze Gedenkminute für die Verstorbenen Mathias Frisch, Hannes Obermayer, Heinrich Obermayer und ehemaligen Kommandant Hans Schupfner sen. ein.

Unverändert sei der derzeitige Stand von 210 Mitgliedern, davon sind 81 aktiv bei der Wehr. Seit der letzten Jahreshauptversammlung wurden sechs Vorstandssitzungen und 19 Festausschuss-Sitzungen abgehalten, „die aber noch bestimmt mehr werden“ sagte Ludwig Patz. Er blickte auf das vergangene Jahr zurück. Bei zahlreichen Terminen wie z.B. dem Vereinsfest, dem Kameradschaftsabend, dem Sommernachtsfest und den Gründungsfesten in Heiligkreuz, Rabenden, Leobendorf und Teisendorf, war die Feuerwehr Tettenhausen mit der Fahnenabordnung und aktiven Mitgliedern wieder zahlreich vertreten. Das Patenbitten beim Patenverein Lampoding in der Roth sei eine unvergessliche Veranstaltung gewesen. „Uns allen hat es super gefallen, außer unseren Knien“ sagte Patz und lobte seine Mitglieder für die rege Teilnahme. Gut gefüllt ist auch heuer wieder der Terminplan der Feuerwehr, dabei steht das eigene Gründungsfest im Mai im Mittelpunkt. Am 140-jährigen Gründungfest in Pietling, Sommernachtsfest in Lampoding, Vereinsfest, Kameradschaftsabend, Volkstrauertag und Aktivenversammlung stehen die „Denhausner“ ebenso zum Einsatz bereit.

Franz Rehrl berichtete über den Stand der Kasse. Dabei habe das Fest die Kosten wesentlich beeinflusst. Sarah Bernauer und Simon Obermayer prüften ordnungsgemäß die Kasse und die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Jugendwartin Stefanie Herberg informierte über den Bereich der Jugend. „Derzeit haben wir 10 Feuerwehr-Anwärter, davon drei Mädchen“ sagte die Jugendwartin. Insgesamt wurden ca. 600 Übungsstunden im Jahr 2016 geleistet. Viele Aktivitäten machten die Jugendlichen gemeinsam wie Bowling in Salzburg, Kreisjugendfeuerwehrtag in Petting, Truppmannausbildung, Jugendtag in Nirnharting und auch das Friedenslicht wurde aus Tittmoning geholt. Stefanie Herberg bedankte sich vor allem den Gruppenführern, die die Jugend dabei immer unterstütze. Auch heuer will sich die Jugend wieder gemeinsam mit den Lampodingern an einer 24 Stunden- beteiligen, die dieses Mal in Tettenhausen stattfindet, sowie an der Übung mit der Inspektion, Wissenstest, Kreisjugendfeuerwehrtag und am Friedenslicht.

Kommandant Helmut Schustermann berichtete, dass die Feuerwehr Tettenhausen für Übungen 1.500 Stunden aufbrachte. Für zwölf Einsätze waren die Feuerwehrler zusätzlich 450 Stunden unterwegs. Neben zwei Verkehrsunfällen, Straßenläufe, kirchliche Absicherungen werden die Brände immer mehr. „Drei Brände hatten wir im letzten Jahr. Dabei hat sich unsere neue Wärmebildkamera bereits bestens bewährt“ sagte Schustermann. Von der Spendenaktion sei man immer noch überwältig.

Derzeit habe man 13 ausgebildete Atemschutzträger. „Das ist sehr grenzwertig, unter zwölf dürfen wir nicht fallen“ sagte Schustermann. Der Ausbildungsstand sei sehr gut, weil viele gute, junge Leute nachkommen. Neben den monatlichen Übungen, Truppmannausbildung im eigenen Haus und den drei bis vier Winterausbildungen, stand auch eine Krisenübung bei „Amoklauf“ auf dem Programm. Weiterhin sei der Digitalfunk großes Thema bei den Gruppenführerbesprechungen und wichtiger Bestandteil der zukünftigen Übungen.

1. Bürgermeister Herbert Häusl gab kurze Einblicke zur Entstehung der Feuerwehr nach der Gemeindegebietsreform in den 70er Jahren. „Wenn man die Entwicklung der Feuerwehren in den letzten 50 Jahren sieht, stellt man fest, dass es sich bewährt hat, dass im ganzen Land die Feuerwehren erhalten geblieben sind.“ Das läge nicht an der schnellen Hilfe sondern auch durch die Feuerwehrleute. „Heute wäre keine zentrale Feuerwehr mehr in der Lage, ehrenamtlich diese Leistung zu bewältigen“ sagte Häusl. Mit 300 Aktiven sei man mit Tittmoning die stärkste Kommune im Landkreis Traunstein. Um jeden Einzelnen müsse man froh sein, zumal die Ausbildung auch immer anspruchsvoller wird. Häusl dankte alle Aktiven: „Mit fünf Feuerwehren im Gemeindegebiet Waging, die Tag und Nacht bereit sind, auszurücken - das ist ein ziemlich beruhigendes Gefühl.“ Häusl, der die Schirmherrschaft für das Fest übernahm, freut sich schon sehr auf das Fest: „Es ist das größte Fest im diesem Jahr, und ich hoffe, dass wir an diesen Tagen keinen Schirm brauchen.“ Der Rathauschef war bereits schon 1982 beim 90-jährigen Gründungsfest und 1992 beim 100-jährigen Gründungsfest der Tettenhausener mitdabei.

Kreisbrandmeister Georg Fleischer betonte, dass nicht nur der nur aktive Einsatz als Feuerwehrmann selbstverständlich sei, sondern auch die Geselligkeit und das Feiern dazugehöre. Er selbst freue sich auch schon auf das bevorstehende Gründungsfubiläum. „Die Feuerwehr in Tettenhausen ist eine wichtige Feuerwehr zwischen Waging und Fridolfing“ sagte Fleischer. Die großartige Aktivenzahl von 81 Aktiven sei deshalb auch notwendig. Fleischer appellierte an die Jugend, sich als Atemschutzträger ausbilden zu lassen. Mit 12 Einsätzen der Feuerwehr Tettenhausen sei ein relativ „normales“ Jahr 2016 gewesen. Alle Jahre müsse man mit tragischen Einsätzen rechnen, und deshalb sei der hohe Ausbildungsstand auch sehr wichtig.
Helmut Huber, Kommandant der Feuerwehr Waging, versicherte, dass im Großen und Ganzen jede Feuerwehr bekommt, was sie benötigt. „Bei eurem Fest könnt ihr mit unserer Unterstützung rechnen“ sagte Huber. Im Jahre 2018 dürfen sich die „Denhausner“ auch gerne bei der Waginger Wehrengagieren, die dann selbst ihr 150-jähriges Bestehen feiert.

1. Vorstand Ludwig Patz zeigte den Mitgliedern das neue Vereinstaferl, das in liebevoller Handarbeit von Peter Stief jun. selbst geschnitzt wurde. Als Vorlage diente das Logo der Feuerwehr mit der Tettenhausener Kirche und dem Heiligen Florian. „Künftig können die Zuschauer bei den Festumzügen anhand des neuen „Taferls“ nicht nur von vorne erkennen wer „dahermarschiert“ sondern auch auf der Rückseite kann man den Schriftzug des Vereins lesen“ freute sich Patz. Am Festsonntag wird das neue „Schmuckstück“ gesegnet und löst somit das alte Emblem ab. Ludwig Patz bedankte sich bei allen Gästen und Aktiven, die gekommen waren und entließ die Gemeinschaft mit den Worten „Helfen in Not, ist unser Gebot.“ Im Anschluss wurde noch ein Film von Lorenz Waldherr gezeigt, der das 100-jährige Gründungsfest von der Feuerwehr Tettenhausen im Jahr 1992 filmte.

Neuaufnahmen: Thomas Sommer und Tobias Rackerseder, beide aus Tettenhausen, wurde in den aktiven Dienst bei der Feuerwehr aufgenommen.

Ehrungen: Geehrt wurden an diesem Abend Jugendwartin Stefanie Herberg für ihren 10-jährigen aktiven Dienst , Franz Rehrl für sein 30-jähriges Amt als Kassier und Konrad Frisch für 40 Jahre als Aktiver der Feuerwehr Tettenhausen.

Verabschiedung: Eine besondere Überraschung gab es für Karl Heinz Herberg bei der Verabschiedung: Ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Karl Heinz Herberg ging im Jahr 1969 zur FF Tettenhausen und war von 1982-1988 Jugendwart und für den Aufbau der Jugendarbeit verantwortlich. 1988-1994 übernahm er die Aufgabe als 2. Kommandant, bevor er 1994 wieder in der Jugendarbeit tätig war. Durch die Weitergabe von enormen Wissen und große Unterstützung machte er aus den jungen Leuten gewissenhafte Feuerwehrler. Karl Heinz Herberg war die gute Seele im Feuerwehrhaus und dazu auch noch der beste Grillmeister.

 

Bericht & Fotos: DeSojer Textdesign

 

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