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Jahreshauptversammlung 2016

jhv2016 1a smallBürgermeister Häusl steht Jubelwehr in Tettenhausen zur Seite
Rathauschef übernimmt Schirmherrschaft für 125-jähriges Gründungsfest

Bei der Jahreshauptversammlung der FF Tettenhausen beim Badwirt, stand neben den Berichten des Vorstandes, des Kommandanten, der Jugendwartin sowie fünf Neuaufnahmen, die Schirmherrschaft für das 125-jährige Gründungsfest der Tettenhausener Feuerwehr im Mittelpunkt.

 

 
Ludwig Patz, 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Tettenhausen, begrüßte alle Gäste und Mitglieder aufs Herzlichste. Besonders über den Besuch von Hans Gnadl, Kreisbrandrat des Landkreises Traunstein, freuten sich die Anwesenden. Bevor Ludwig Patz mit dem Bericht des Vorstandes begann, legte er mit den Mitgliedern eine kurze Gedenkminute für die Verstorbenen Albert Fellner, Alois Irlacher, Konrad Waldherr, Karl-Heinz Berger und Franz Aicher ein.

Derzeit besteht der Verein aus 210 Mitgliedern, davon sind 84 Aktive. Seit der letzten Jahreshauptversammlung wurden sechs Vorstandssitzungen und sieben Festausschuss-Sitzungen abgehalten. Ludwig Patz blickte auf vergangene Ereignisse zurück. Bei zahlreichen Fahnenabordnungen, Vereinsfesten, Ausflügen, Sommernachtsfest und Gründungfeste in Peterskirchen, Otting und Salzburg war die Feuerwehr Tettenhausen wieder sehr engagiert. Patz lobte seine Mitglieder für die rege Teilnahme.

Bei den sportlichen Aktivitäten konnten die „Watterer“ der Feuerwehr den Wanderpokal wieder ergattern. Die besten Kartler waren Hannes Obermayer und Rudi Spitzauer. Bei der Gemeindemeisterschaft im Luftgewehrschiessen erreichten die Tettenhausener Schützen Hans Sommer, Bernhard Kühnhauser, Andreas Rehrl und Peter Stief Senior den 10. Platz von 100 Mannschaften. Beim Eisstockturnier der Waginger Vereine lief es nicht ganz so gut. Ludwig Patz: „Da haben wir nur den 13. Platz erreicht… das war zugleich auch der letzte.“ Gut gefüllt ist auch heuer wieder der Terminplan der Feuerwehr: Teilnahme an den Gründungfesten in Heiligkreuz, Rabenden, Leobendorf und Teisendorf, Sommernachtsfeste, Vereinsfest, Kameradschaftsabend, Volkstrauertag, Aktivenversammlung und noch nicht absehbare Fahnenabordnungen.

Christian Knezovic übernahm den Bericht der Jugendabteilung, in Vertretung für Jugendwartin Stefanie Herberg. Das vergangene Jahr war für die Jugend ein sehr ruhiges Jahr gewesen. „Derzeit haben wir 13 Feuerwehr-Anwärter, davon vier Mädchen“ sagte Knezovic. Neben elf regulären Übungen gab es noch drei Zusatzübungen, und es wurden ca. 250 Übungsstunden geleistet.

Fünf neue Mitglieder wurden den Vereinsmitgliedern vorgestellt. Regina Thaller, Martin Patz, Jonas Springer, Felix Wurst und Theo Schustermann sind künftig Floriansjünger der Feuerwehr Tettenhausen. Verabschiedet wurde dagegen Ludwig Stief aus dem aktiven Dienst. Nach 42 Jahren wirkt Stief nur noch als passives Mitglied mit. Ludwig Patz überreichte ihm als Dank und Anerkennung die Figur des Heiligen Florian, den Schutzpatron der Feuerwehr. Patz wies noch auf die Floriani-Messe am 04. Mai hin und bat wieder um zahlreiches Erscheinen.

Kommandant Helmut Schustermann berichtete: „Wir hatten letztes Jahr 25 Einsätze und waren ca. 750 Stunden unterwegs. Soviel hatten wir bisher noch nie.“ Neben Wildunfällen, Sturmeinsätzen, Straßenabsicherungen, Ölunfälle, Absperrungsmaßnahmen hatte die Feuerwehr auch fünf Brandeinsätze: „Darunter war auch unser eigenes Feuerwehrhaus dabei“ schmunzelte Schustermann.

Kreisbrandrat Hans Gnadl kündigte an, dass im Herbst wieder ein Fahrsicherheitstrainer für zwei Wochen zur Verfügung steht. Großes Thema sei auch der Digitalfunk. Gnadl bat die Mitglieder, sich rechtzeitig mit den erforderlichen Maßnahmen und Schulungen vorzubereiten. Der Digitalfunk soll den analogen Funk im Herbst komplett ablösen. Die Feuerwehrler sollen auch als gutes Beispiel bei der Installation von Rauchmeldern vorangehen und die Bürger mit Aktionen darauf aufmerksam machen, da ab dem Jahr 2018 jeder Wohnraum mit Warnmeldern ausgestattet sein muss. Im Jahr 2017 ändert sich das bayerische Feuerwehrgesetz. Die Altersgrenze geht nach oben und liegt bei 67 Jahren. Positiv dagegen findet der Kreisbrandrat die Einführung der Kinderfeuerwehr. Der Zulauf, wie am Beispiel Straubing, sei sehr hoch, so Gnadl. Ganz neu ist, dass der Landesfeuerwehrverband eine Sammelversicherung abgeschlossen hat.

Hans Gnadl informierte unter anderem die Mitglieder, dass die Kirchengemeinde St. Florian in Riem (Patronatskirche der Feuerwehren) anbietet, für jedes verstorbenes Mitglied bei Beginn der Beerdigung die Glocken läuten zu lassen. Ein Gedenkgottesdienst aller Kameraden aus dem Bezirk Oberbayern findet am letzten Freitag im Oktober statt. Jedem Feuerwehrler, der in dieser Zeit verstarb, wird bei dem Gottesdienst eine Kerze auf dem Altar angezündet. Dazu wird die größte Glocke von St. Florian geläutet. In einem Gedenkbuch sind die Namen aller verstorbenen Feuerwehrleute der vergangenen Jahre verewigt. „Es wäre schön wenn ihr auch daran beteiligen würdet, es ist ein sehr würdiger Rahmen“ sagte Gnadl.

Mitglied Hans-Peter Knezovic fragte, ob es nicht möglich wäre, mehr als nur eine Person zu den Gruppenführerlehrgängen zu schicken. Kreisbrandrat Hans Gnadl antwortete: „Das liegt an der Feuerwehr. Wenn die keine Ersteinteilung macht, dann geht pro Feuerwehr maximal nur einer. Auch ist das nicht immer die gleiche Feuerwehr, denn die 81 Feuerwehren muss ich unterbringen. Wenn ich keine Plätze habe und die Kommandanten alle sechs Jahre wechseln, dann ist das ein Riesenproblem.“ Ehrenkommandant Franz Schustermann teilte den Vereinsmitgliedern mit, dass er noch ein altes Bild aus dem Jahr 1975 habe, mit alten Kameraden, die an der Leistungsprüfung damals teilnahmen. Die Personen, die gerne ein Bild davon haben wollen, sollen sich bei ihm melden.

 

Patenbraut und Schirmherrschaft zum 125-jährigen Gründungsfest

Ludwig Patz gab eine Vorschau zum Festprogramm der 125-Jahr Feier im nächsten Jahr. Die Vorfreude ist groß und die Vorbereitungen sind schon im Gange. „Aber wir werden noch viele zupackende Hände brauchen“ sagte Patz. Ein umfangreiches und buntes Programm wird es vom 17. Mai bis zum 21. Mai 2017 geben. Von der Eröffnung mit Bieranstich und politischen Rednern, über ein Musikkabarett mit Knedl&Kraut, einer Zeltparty, Festabend mit der Musikkapelle Tengling bis hin zum abschließenden Festsonntag mit den Jung Ottingern verspricht eine anstrengende, aber tolle Festwoche zu werden. Ludwig Patz stellte bei der Gelegenheit auch die neue Patenbraut vor. Die Auserwählte ist die 20-jährige Magdalena Rehrl aus Hirschbuch. Die angehende Arzthelferin freut sich schon sehr auf das Ehrenamt. Offiziell wird um die „Hand der Braut“ aber erst im Oktober beim Patenbitten angehalten.

Bürgermeister Häusl dürfte wohl schon eine leise Vorahnung gehabt haben, als einige Feuerwehrler immer näher an ihn heranrückten. Ludwig Patz mit seinen Männern in heiterer Runde baten Häusl, die Schirmherrschaft für die 125-Jahr Feier zu übernehmen. Die Herren „beknieten“ ihren Rathauschef regelrecht, damit dieser die Patenschaft übernimmt. „Auf die Knie ging bisher vor mir noch keiner“, lachte Herbert Häusl, „da kann man doch gar nicht nein sagen.“

Mit Freuden „spannte“ Häusl den Schirm auf und versprach den Feuerwehrlern das Fest tatkräftig zu unterstützen. Jetzt sind Schirmherrschaft und Segen den „Denhausern“ sicher, und die Vorbereitungen für die Feier können bedenkenlos anlaufen.

 

Bericht & Fotos: DeSojer Textdesign

 

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